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Ätherische Öle: vernachlässigte Wundermittel?

Ätherische Öle: vernachlässigte Wundermittel?

“Viele ätherische Öle haben in Studien eine starke antibakterielle Wirksamkeit gezeigt. Sie können Antibiotika zwar nicht ersetzen, aber bei Hautinfektionen, schlecht heilenden Wunden oder fötiden Tumor-Ulzerationen lohnt sich ein Therapieversuch.”
siehe: Ätherische Öle: vernachlässigte Wundermittel?

Teebaumblüte

Im Aromareport 6 und in der Sonderausgabe Aromakongress 2013 schreibt Prof. Reichling einen großen wissenschaftlichen Artikel über Studien und die antibakterielle Wirkung ätherischer Öle
siehe: Aromareporte Aroma Forum International e.V.

Das ist uns, die in der Aromatherapie/Aromapflege die ätherischen Öle einsetzen, schon lange aus vielen den erfolgreichen aromapraktischen Erfahrungen bekannt.

Außerdem gibt es viele Aromatogramme, die die Apothekerin Dorothea Hamm bzgl. des MRSA-Keimes ausgewertet hat, sehr wirksam. Dabei zeigen auch die ätherischen Öle von Lavendel fein, Neroli, Manuka, Teebaum, Thymian CT Thymol und CT Linalol und einige mehr. Auswertungen von Aromatogrammensind im Aromareport 9 und 10 und in der Sonderausgabe 2013 zu finden z.B. Das ätherische Öl von Neroli, ein Multitalent

Neroliblüten

Und gerade jetzt in der Erkältungswelle, die ja dieses Jahr viele Arbeitgeber zur Verzweifung bringt, kann ich die genannte ätherischen Öle in Mischungen mit fetten Ölen sehr empfehlen.

Aromapraktische Anwendungsmöglichkeiten

1. Gurgeln

  • 1 Tropfen Teebaumöl (Melaleuca alternifolia Maiden et Beche)
  • 1 Tropfen Zitronenöl (Citrus X limon L.)

In ein Glas geben, das halbvoll mit lauwarmen Wasser gefüllt ist; 2-3 mal kräftig gurgeln; 2 mal täglich und das 3-5 Tage lang. Dann sollten die Beschwerden wirklich nachgelassen haben.

Dazu ist kein kein Emulgator erforderlich, denn die 2 Tropfen sollen die Schleimhäute wirklich benetzen. Den Zahnschmelz stört die 3-5 tägige Anwendung nicht.

Das mache ich (und nicht nur ich, denn ich empfehle das seitdem zur Selbstanwendung weiter) seit mehr als 20 Jahren sehr erfolgreich und wenn ich ein Kratzen im Hals bemerke, gurgle ich damit, am nächsten Tag ist das Kratzen verschwunden.

2. Aromapflegeöl anzuwenden bei grippalem Infekt und Erkätungskrankheiten:

  • 30 ml Johanniskrautöl (Olivenölbasis) kbA
  • 20 ml Mandelöl (Olivenölbasis) kbA
  • 4 Tropfen Zitronenenöl (Citrus limon) kbA
  • 4 Tropfen Lavendelöl fein (Lavandula officinalis Mill.) kbA
  • 4 Tropfen Teebaumöl (Melaleuca alternifolia Maiden et Beche) kbA
  • 2 Tropfen Neroliöl (Citrus x aurantium L. ssp. aurantium) kbA
  • 4 Tropfen Cajeputöl (Melaleuca ) kbA
  • 4 Tropfen Thymianöl (Thymus vulgaris CT linalol) kbA

Mit dieser Mischung 2 x tgl. Brust, Rücken, Achselhöhlen, seitliche Halspartien, Nasenrücken außen und die Naseneingänge einreiben 3-5 Tage lang.

3. Riechsalz: „Nase frei”

  • 4 Tropfen Pfefferminzöl (Mentha piperita L.)
  • 3 Tropfen Manukaöl (Melaleuca leucodendron)
  • 3 Tropfen Zitronenöl (Citrus x limon L.)

In ein 5ml Fläschchen geben, mit Meersalz auffüllen und bei Bedarf daran riechen. Passt in jede Hosen-, Hemd-, Westen- oder Handtasche. Gut, „wenn man die Nase voll hat“ (von was auch immer), es befreit und lässt durchatmen.

 

Lavendelblüte

Thymian

3 Kommentare
  • Anja Maurer

    6. März 2015at11:04

    Danke für den Artikel und die tollen Rezepte. Muss ich gleich weiter teilen. Liebe Grüße, Anja

  • Hoch Maria

    11. März 2015at17:09

    aber sehr gerne doch!
    Maria

  • Tanja Kapell

    29. März 2015at18:10

    Danke Maria für die tollen Rezepte und den informativen Artikel.

    Ätherische Öle können auf alle Fälle eine Menge.
    In der Erkältungszeit nutze ich sie immer zur Inhalation oder auch mal ein Tröpfchen mit Salz emulgiert in der Nasendusche.
    Was sie in der Wundbehandlung leisten können, erfahren wir im Moment auch bei unserer täglichen Arbeit im Hospiz.
    Einfach toll, diese kleinen Powertröpfchen.

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